Drei Karateka aus Wesel beim größten deutschen Karate-Sommerlehrgang – Klaus Schowe besteht Prüfung zum 4. Dan

Vom 3. bis 7. August 2026 führte die Reise für zahlreiche Karateka aus Deutschland und dem Ausland nach Füssen im Allgäu. Anlass war das diesjährige Gasshuku des Deutschen JKA-Karate-Bundes (DJKB), das vom 3. bis 7. August stattfand und damit erneut zu den größten Karate-Trainingslagern Europas zählte. Rund 800 Karateka kamen in der malerischen Stadt am Forggensee zusammen, um fünf Tage lang intensiv zu trainieren, voneinander zu lernen und die Gemeinschaft des Shotokan-Karate zu erleben.

Training mit hochkarätigen japanischen Instruktoren

Das Gasshuku lebt seit Jahrzehnten von der Verbindung aus intensivem Training, internationalem Austausch und hochkarätigen Trainern. Auch 2026 war das Trainerfeld entsprechend prominent besetzt.

Aus Japan waren die JKA-Instruktoren Shihan Yuko Hirayama (7. Dan) und Sensei Kaishi Hakizume (4. Dan) zu Gast. Hakizume ist mehrfacher Sieger der japanischen All Japan Karate Championship und amtierender Kata-Weltmeister. Ergänzt wurde das Trainerteam durch die renommierten DJKB-Instruktoren und Trainer Thomas Schulze, Toribio Osterkamp, Julian Chees, Andreas Klein und Pascal Senn.

Eine besondere Bedeutung hatte darüber hinaus die Anwesenheit von Shihan Hideo Ochi, dem Chief Instructor des DJKB und Träger des 9. Dan. Ochi, der seit Jahrzehnten eine prägende Persönlichkeit des Shotokan-Karate in Deutschland ist, besuchte ebenfalls die Trainingseinheiten und sorgte damit für einen besonderen Geist während des Lehrgangs.

Karate inmitten der Allgäuer Bergwelt

Auch das Umfeld machte das Gasshuku 2026 zu einem besonderen Erlebnis. Austragungsort war Füssen, eine Stadt, die mit ihrer Lage am Alpenrand, den Seen und den Bergen eine beeindruckende Kulisse für das mehrtägige Trainingslager bot.

Trainiert wurde in zwei unmittelbar benachbarten Hallen: Die Dan-Träger absolvierten ihre Einheiten in der Dreifachturnhalle der Anton-Sturm-Mittelschule, während die Kyu-Grade in der Turnhalle des Gymnasiums Füssen trainierten.

Damit lagen harte und intensive Trainingseinheiten und die touristischen Möglichkeiten des Allgäus unmittelbar beieinander. Zwischen den Trainingseinheiten blieb so Gelegenheit, die historische Altstadt von Füssen, die Seenlandschaft oder die nahegelegenen Sehenswürdigkeiten zu erkunden. Auch das Abendprogramm gehörte traditionell zum Gasshuku und bot Gelegenheit zum geselligen Austausch.

Ein Höhepunkt war unter anderem ein internationaler Vergleichskampf zwischen dem deutschen Kader und einer Delegation aus England. Austragungsort war diesmal das Schlossbrauhaus in Schwangau – mit Blick auf die beeindruckende Kulisse von Schloss Neuschwanstein.

Sommerliches, aber wechselhaftes Wetter

Das Wetter während der Gasshuku-Woche zeigte ebenfalls die für das Allgäu typische Bandbreite.

Für die Karateka bedeutete das: Neben den körperlich fordernden Trainingseinheiten waren insbesondere die wärmeren Tage (bis zu 32° C) eine zusätzliche Herausforderung. Gleichzeitig bot die Umgebung rund um Füssen mit Seen und Bergen ideale Möglichkeiten zur Erholung und Abkühlung.

Drei Karateka aus Wesel dabei

Mit Sensei Michael Jarchau, Klaus Schowe und Jamila Sichalla war auch das Shotokan Karate Wesel beim Gasshuku vertreten.

Michael Jarchau ist langjähriger Cheftrainer des Shotokan Karate Wesel und Träger des 6. Dan. Er betreibt seit 1974 Karate und wurde unter anderem über viele Jahre von Hideo Ochi trainiert.

Für alle drei Weseler Karateka standen während des Gasshuku zahlreiche intensive Trainingseinheiten auf dem Programm. Das Training bei unterschiedlichen Sensei bot dabei die Möglichkeit, bekannte Tech
[20.09.2026 13:49] BAT: niken aus neuen Perspektiven zu erleben und neue Impulse für das eigene Karate mitzunehmen.

Eine Woche voller Karate und Gemeinschaft

Das Gasshuku 2026 in Füssen verband damit vieles, was den besonderen Charakter dieses Sommerlehrgangs ausmacht: intensives Training, hochrangige japanische und deutsche Instruktoren, internationale Begegnungen und eine beeindruckende Umgebung.

Klaus Schowe besteht Prüfung zum 4. Dan

Der besondere Höhepunkt aus Weseler Sicht folgte schließlich am Ende der Trainingswoche.

Klaus Schowe stellte sich seiner Prüfung zum 4. Dan und konnte diese erfolgreich absolvieren. Die Prüfung fand im Rahmen des Gasshuku unter den Augen von Shihan Hideo Ochi, 9. Dan und Chief Instructor des DJKB, statt.

Eine Dan-Prüfung ist der Abschluss einer intensiven und langjährigen Beschäftigung mit dem Karate. Neben technischem Können geht es dabei auch um Präzision, Dynamik, Verständnis für die Techniken und die Fähigkeit, die Prinzipien des Shotokan-Karate überzeugend umzusetzen.

Für die drei Weseler Karateka Michael Jarchau, Klaus Schowe und Jamila Sichalla war die Woche eine wertvolle Erfahrung und eine Gelegenheit, gemeinsam mit Hunderten Karateka aus Deutschland und dem Ausland am eigenen Karate zu arbeiten.

Oss!